Es gibt einen Moment im Leben aller Eltern, in dem das Baby, das gerade angefangen hatte, durchzuschlafen, plötzlich anfängt, alle zwei Stunden aufzuwachen. Oder sogar jede Stunde. Ohne ersichtlichen Grund.
Das nennt man Schlafregression.
Und es wird Ihnen nicht deutlich genug gesagt: Das ist normal, es ist vorübergehend, und es ist in Wirklichkeit oft ein Zeichen dafür, dass sich Ihr Baby gut entwickelt.
Was ist eine Schlafregression?
Eine Schlafregression ist eine Phase, in der ein Baby, das gute Schlafgewohnheiten hatte, wieder fragmentiert schläft, als wäre es jünger.
Diese Phasen treten typischerweise zu bestimmten Entwicklungszeitpunkten auf: um 4 Monate, 8-10 Monate, 12 Monate, 18 Monate.
Die bekannteste – und oft intensivste – ist die im Alter von 4 Monaten. In diesem Alter reift das Gehirn des Babys und seine Schlafarchitektur ändert sich: Es wechselt von einem Schlaf in zwei Phasen
(leichter Schlaf / Tiefschlaf) zu einem erwachsenen Zyklus in vier Phasen. Diese Änderung ist dauerhaft, und das Baby muss lernen, mit diesen neuen Zyklen umzugehen.
Das Ergebnis: Es wacht zwischen jedem Zyklus auf und kann sich noch nicht selbst wieder in den Schlaf finden.
Wie lange dauert das?
Die ehrliche Antwort: Es variiert. Im Allgemeinen 2 bis 6 Wochen. Manchmal weniger, manchmal mehr.
Die Intensität variiert auch je nach Baby und danach, was Sie in dieser Zeit unternehmen.
Was hilft (und was nicht)
Was hilft:
Eine konsequente Schlafroutine beibehalten (gleiche Zeit, gleiche Rituale)
Sicherstellen, dass das Baby am Ende des Tages nicht überstimuliert wird
Vorübergehend mehr Körperkontakt akzeptieren (Tragen, Anwesenheit) ohne Schuldgefühle – das isteine angemessene Reaktion auf die Bedürfnisse des Babys, keine endgültige „schlechte Angewohnheit“
Sich als Eltern abwechseln, um nicht zu erschöpfen
Was nicht hilft:
Plötzliche Änderung aller Schlafgewohnheiten mitten in der Regression
Ihr Baby mit anderen vergleichen (jedes Baby ist anders)
Denken, dass Sie etwas falsch machen – die Regression tritt unabhängig von Ihren elterlichen Praktiken auf
Ein Wort zur Schuld
Die Schlafregression ist eine der Perioden, in denen das Schuldgefühl der Eltern am stärksten ist.
Man denkt, man hätte es anders „gewöhnen“ sollen, man hätte etwas „verpasst“. Das ist nicht wahr. Es ist neurologische Entwicklung, keine Folge Ihrer Entscheidungen.
Wichtig ist, diese Zeit zu überstehen, indem Sie sich genauso gut um sich selbst wie um das Baby kümmern. Und sich daran zu erinnern, dass es vorübergeht – wirklich.
Bei Gabriel & Compagnie glauben wir, dass informierte Eltern bessere Entscheidungen treffen.
Deshalb sprechen wir genauso viel über das, was wir erleben, wie über das, was wir verkaufen.
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